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Toskana, 22.09. bis 04.10.2012

Italia wir kommen

Um kurz nach 5 Uhr morgens machten wir uns schlaftrunken, aber erfüllt mit einer großen Portion Vorfreude auf den Weg in Richtung Italien. Das gute am frühen Aufbruch war, dass wir sehr gut und ohne Staus durchkamen (wir konnten sogar so schnell unterwegs sein, dass wir schon kurz nach dem Grenzübergang in die Schweiz auf der Baseler Autobahn geblitzt wurden). Je näher wir dem Gotthard kamen, desto schöner wurde das Wetter, so dass wir uns entschlossen, statt durch den Tunnel lieber über den Pass zu fahren. Eine Entscheidung, die wir nur jedem ans Herz legen können: Die Aussicht ist einfach gigantisch und man fühlt sich weniger in der Schweiz, als mehr in Schottland oder Irland. Und weil es so schön war, haben wir eine längere Rast eingelegt. Ralph nutzte diesen, um seine Fahrerkräfte mithilfe eines Nickerchens wieder aufzutanken und ich kletterte mit den beiden Hunden in den Bergen rum. Nach etwa einer Stunde ging es dann weiter und nach einigen weiteren Pausen kamen wir dann endlich gegen 19.30 Uhr in Fontebagni an. Das Haus fanden wir dank der super Beschreibung der Vermieter auf Anhieb und obwohl wir schon nach Eintreffen in der Toskana ganz begeistert von der Landschaft waren, fiel uns doch leicht die Kinnlade herunter, als wir das Einfahrtstor zum Grundstück öffneten: Es war riesig, einfach gigantisch; das Haus wunderschön und die Aussicht unbeschreiblich. Völlig geplättet von unserem Urlaubsdomizil inspizierten wir Zweibeiner erstmal das riesige Haus, während die Hunde den Garten unsicher machten. Nachdem wir schnell alles Mitgebrachte verräumt hatten, genossen wir auf der Terrasse im schwindenden Tageslicht ein leckeres Gläschen Wein, freuten uns über die warmen Temperaturen (in Deutschland war es bei Abreise doch schon empfindlich kühl) und schmiedeten Pläne für die kommenden Tage.

Twilight-City

Schon um 7 Uhr war es vorbei mit der Nachtruhe und wir starteten in einen sonnigen Tag. Frühstück gab es (wie an jedem der folgenden Morgen) auf der Terrasse und danach machten wir uns gemeinsam mit den Hunden auf Erkundungstour über das Grundstück. Schon Wahnsinn, wie riesig 10.000qm sind. Anschließend packten wir Hunde und Kameras ein und fuhren aufs Geratewohl los in Richtung Volterra, was die nächstgrößere Stadt in der Nähe ist. Auf dem Weg dorthin machten wir Halt an einer interessant aussehenden Ruine, wo wir mit den Hunden eine Runde spazieren gingen. Wir hatten allerdings die Temperaturen unterschätzt und schon nach kurzer Zeit waren wir völlig durchgeschwitzt und fühlten uns, als wären wir mitten in der Wüste gelandet. Wir mochten uns gar nicht erst vorstellen, wie heiß es im Sommer in dieser Region sein muss (diesen Gedanken sollten wir in den kommenden Tagen noch viele, viele weitere Male haben). Nachdem wir uns wieder zum Auto geschleppt hatten und alle Vier- und Zweibeiner mit Wasser versorgt waren, ging es weiter nach Volterra. Etwas erstaunt waren wir über die immensen Andrang, in dem wir uns schnell wiederfanden. Immerhin war es ja Sonntagmittag und wahre Menschenmassen strömten in Richtung Innenstadt. Also schulterten wir die Kameras, schnappten uns die Hunde und schickten uns an, die Treppen in Richtung Altstadt zu erklimmen. Nachdem wir das Stadttor passiert hatten fanden wir uns in einer mittelalterlich anmutenden, sehr netten, langgezogenen Innenstadt wieder, in der die Geschäfte geöffnet waren und viele kleine Restaurants auf Kundschaft warteten. Wir spazierten in aller Ruhe mit den Hunden durch die schönen Gassen, kauften ein paar Kleinigkeiten ein und genossen unser erstes italienisches Gelato (sehr lecker). Und dann, ganz plötzlich, gingen in allen Geschäften die Türen zu und die Rollos runter: 13.30 Uhr, Ende der sonntäglichen Öffnungszeiten und unter der Woche Beginn der Siesta - nun wussten wir das also auch schon. War aber auch nicht weiter schlimm, denn wir hatten ja schon einiges gesehen und uns mit dem notwendigsten versorgt. Also ging es zurück zu unserem Feriendomizil, wo wir es uns auf der Terrasse gemütlich machten um die soeben gekauften Salami, Oliven, Käse und Chianti zu genießen. Herrlich! Nach dem Essen taten wir es den Italienern gleich und hauten uns für zwei Stunden aufs Ohr, bevor es uns am Abend nach Pomarance verschlug. Dieses kleine Städtchen besichtigten wir in der Dunkelheit (bei erträglicheren Temperaturen) und dank der ausführlichen Infomappe im Ferienhaus wussten wir auch, wo wir unser Abendessen erstehen wollten. Es sollte nämlich Pizza zum Mitnehmen sein. Die Pizza war schnell fertig und unfassbar günstig und nachdem diese, wie immer auf der Terrasse unseres Ferienhauses, verschlungen war, war es auch schon wieder Zeit fürs Bett.

Die Überschrift für diesen Tagesbericht habe ich übrigens deswegen gewählt, weil laut Reiseführer jährlich Heerscharen an Teenagern nach Volterra pilgern. Und warum? Weil offenbar ein Teil der unsäglichen 'Twilight'-Trilogie in dieser Stadt spielt...

San Gimignano und Siena

Nach einem sonnigen Frühstück im Freien ging es auf nach San Gimignano. Eine wunderschöne Innenstadt mit verwinkelten Gassen und ordentlich viel Wind (es war ja schon wieder superheiß) zog uns und die Hunde in ihren Bann. Wir saßen längere Zeit auf einer imposanten Treppe, von der aus man einen schönen Blick auf die Touristenmassen hat. Als wir so da saßen wurden die Hunde von amerikanischen Touristen entdeckt und in Beschlag genommen - insbesondere Pearl hatte es den Menschen angetan. Nun ja, sie ist ja auch wirklich 'gorgeous'. Nachdem sich die Amerikaner und weitere Touristen von den Hunden losreißen konnten, machten wir uns auf die Suche nach einer gut aussehenden Eisdiele, die nicht überlaufen war. Die Hunde bekamen auch ein kleines Eis und wurden natürlich mit dem Löffelchen gefüttert - sind ja immerhin Vierbeiner mit Niveau. Und ehe wir uns versahen, waren wir umringt von (überwiegend) asiatischen Touristen, die nicht müde wurden, die Eisfütterung der Hunde zu fotografieren. Scheint ein eher seltener Anblick zu sein - wir wurden zum wahren Touristenmagneten. Die Hunde bekamen von dem ganzen Trubel aber herzlich wenig mit; das italienische Joghurteis verlangte offenbar vollste Konzentration. Nachdem wir, für unseren Geschmack, genug von dieser tollen kleinen Stadt gesehen hatten, ging es auf zur nächsten Station: Siena.

In Siena dauerte es erstmal eine gefühlte Ewigkeit, bis wir in einem extrem engen und irgendwie seltsam aufgebauten Parkhaus einen Standplatz für unser Gefährt fanden. Befremdlich war auch, dass man hier sein Parkticket von einem Menschen bekommt (bei dem man dann auch später bezahlt) - die Maschinen haben hier anscheinend noch keinen Einzug gehalten, obwohl die Stadt ziemlich groß ist. Siena an sich ist wohl etwas, das man bei einer Toskana-Reise sehen sollte, wir fanden die Stadt aber nicht so umwerfend. Alles ist sehr voll mit Menschen, die Innenstadt ist gepflastert mit Souvenirshops und teuren Kleidergeschäften und es wirkt alles sehr hektisch - insbesondere um den zentralen Platz, wo ein (überteuertes) Restaurant neben dem anderen steht und einfach nur alles zum Bersten mit Touristen überfüllt ist. Wir machten es uns hier mit Pizzaecken gemütlich und beobachteten das rege Treiben uns um herum, machten viele, viele Bilder von den wirklich schönen Bauwerken und suchten verzweifelt nach einer speziellen Eisdiele: Nannini nämlich. Ich war 1996 auf Klassenfahrt in der Toskana und einer der betreuenden Lehrer meinte damals, dass die beste Eisdiele in ganz Siena die von Gianna Nanninis Eltern sei. In meiner Erinnerung war das Eis dort auch ganz großartig und da wir ja nun wieder in Siena waren, sollte es erneut gekostet werden. Bereits auf dem Hinweg in Richtung Zentralplatz kamen wir an einem Laden vorbei, der den Namen 'Nannini' trug - dieser sah aber von außen aus, als sei er eher in Modeladen, weshalb wir weitergingen. Da wir alle Seiten- und Hauptstraßen erkundet hatten und nirgends diese Eisdiele finden konnten, genehmigten wir uns einfach woanders ein Eis. Als wir uns dann irgendwann entschlossen, wieder zurück zum Auto zu gehen, gab es für Ralph noch ein Abschlußeis und auf dem Rückweg warfen wir dann doch einen genaueren Blick in diesen 'Nannini'-Laden; und tatsächlich: Es war eben jene Eisdiele...oh Wunder und Ralph musste halt noch ein Eis essen. Vielleicht lag es daran, dass es das dritte, üppige Eis des Tages war; vielleicht schlichtweg daran, dass es in meiner Erinnerung viel besser war, als in der Realität. Fakt ist jedenfalls: Das Eis dort war so gut wie jedes andere, das wir gegessen hatten und man muss sich nicht wirklich auf die Suche nach dem Laden machen. Aber irgendwie passte diese letzte Erfahrung zum Rest unseres Siena-Eindrucks: Es gibt zwar viel zu sehen, aber alles ist so extrem touristisch und unentspannt, dass wir San Gimignano jederzeit bevorzugen würden.

Auf dem Nachhauseweg machten wir noch einen Abstecher in den Supermarkt Coop in Volterra, wo wir uns ordentlich mit Lebensmitteln und Chianti eindeckten (in diesem Laden gab es gefühlt nur Deutsche, die am Einkaufen waren... schrecklich). Den Abend verbrachten wir entspannt auf der Terrasse, bis uns die Horden an Stechmücken ins Innere trieben.

Meer, Meer, Meer

Den heutigen Tag ließen wir ganz langsam und ruhig angehen. Nach einem späten Frühstück in der Sonne amüsierten wir uns mit den Hunden im riesigen Garten, bevor wir uns aufmachten in Richtung Cecina. Hier besuchten wir einen recht großen Wochenmarkt, auf dem es neben Klamotten natürlich jede Menge Essen wie Salami, Käse, eingelegte Oliven und Knoblauchzehen gab (natürlich kauften wir von dem ganzen Essenskram auch etwas ein - wir wollten uns ja nicht ausgrenzen). Anschließend ging es weiter zum Strand, wo wir zunächst einen Spaziergang durch einen wunderschönen, schattigen Pinienwald machten bis wir den Schildern in Richtung Hundestrand folgten. Der Hundestrand ist ein ganz kleiner Abschnitt Sand, der vermutlich schnell überfüllt sein kann. Wir hatten jedoch Glück und teilten uns den Abschnitt nur mit einem anderen deutschen Paar und ihrem Hund. Die anderen Touris waren allerdings deutlich cleverer als wir - sie waren in Badesachen zum Strand gekommen und konnten so auch ein wenig rausschwimmen. Wir hingegen krempelten unsere Hosen so weit es ging nach oben, um wenigstens einigermaßen weit ins herrlich temperierte Wasser waten zu können - total durchnässt waren wir letztlich aber doch, denn die Brandung war schon ordentlich. Die Hunde hatten jedenfalls einen Mordsspaß und insbesondere Cloud wurde nicht müde, sich durch die Wellen zu kämpfen, um ein ums andere Mal ihr Spielzeug zu retten. Pearl watete immer nur bis zum Bauch ins Wasser, die Wellen waren ihr ziemlich unheimlich und sie begnügte sich damit, uns zuzuschauen und Freundschaft mit einem italienischen Retriever zu schließen, der zwischenzeitlich auch einen Abstecher zu uns machte. Nachdem wir uns alle müde getobt hatten, machten wir uns am späten Nachmittag auf den Rückweg nach Fontebagni, wo wir draußen saßen, lecker kochten und den Tag ganz gemütlich ausklingen ließen.

Puh, das stinkt

Ursprünglich wollten wir heute vom Haus aus eine große Wanderung starten, um endlich mal die nähere Umgebung zu erkunden. Da es jedoch ziemlich stürmisch war, entschlossen wir uns spontan, doch wieder durch die Gegend zu fahren und ein paar Geocaches in Angriff zu nehmen. Also fuhren wir in Richtung Monterotondo Marittimo, wo wir irgendwo im nirgendwo anhielten und uns auf Schatzsuche begaben. Das Schöne war, dass wir nach einigem Laufen einen schönen, felsigen Weg fanden, von dem aus es nicht nur eine schöne Aussicht gab, sondern wir auch endlich ein Tier entdeckten, dass bei uns zuhause nicht lebt: Eine Gottesanbeterin. Nachdem wir sie von allen Seiten inspiziert und fotografiert hatten, ging es wieder zurück zum Auto. Die Koordinaten, nach denen wir den Cache eigentlich hätten finden sollen, hatten uns letztlich ins Nichts geführt und dieser Cache wurde von uns verworfen. Egal, wir hatten ja noch weitere rausgesucht. Wir fuhren also weiter zum geothermischen Park, wo wir uns aber nicht allzu lange aufhielten: Der Gestank war einfach unerträglich und die Umgebung nicht so besonders reizvoll; außerdem fing es an zu nieseln, was wir als willkommene Entschuldigung sahen, uns schnell vom Acker zu machen. Und weil wir nun schon unterwegs waren, ging es einfach der Nase nach weiter nach Follonica. Hier fiel uns mal wieder auf, dass typische Küstenstädte einfach nichts für uns sind. Das Städtchen fanden wir wenig ansprechend und lediglich der windige Spaziergang entlang der verlassenen Strandpromenade fand unsere Zustimmung. Da nun aber Plombino quasi auf dem Heimweg lag, machten wir auch hier noch einen Zwischenstopp. Leider war das Wetter zu diesig, um vom Hafen aus bis nach Elba zu sehen, so dass wir nur schnell noch eine Runde durch die nicht besonders attraktive Innenstadt drehten, bevor es wieder nach Hause ging. Hier wurde dann nur noch gelesen und früh zu Bett gegangen.

Schlemmertag

Und wieder lockte ein Wochenmarkt. Diesmal in Pomarance. Passend zur kleinen Stadt war auch der Markt recht übersichtlich, so dass wir unsere Kauflust gut zügeln konnten und uns auf etwas Schinken und Käse beschränkten. Da es immer noch etwas nieselig war entschlossen wir uns, heute mal das Foltermuseum in Volterra zu besuchen (hier sind Hunde übrigens auch als Besucher erlaubt). Nachdem wir die unfassbaren Greueltaten und furchtbaren Quälmethoden, die der Mensch sich so ausdachte, angeschaut und einigermaßen verdaut hatten, brauchten wir dringend eine Aufheiterung. Was ist dazu besser geeignet, als leckere, süße Kleinigkeiten? Wir suchten uns also ein nettes Cafe in Volterra und labten uns an den vielen Köstlichkeiten, die es hier gab. Und es schmeckte einfach gigantisch: Mini-Windbeutel, kleine Obsttörtchen und Zuckergebäck...hmmmm, mir läuft selbst beim Schreiben wieder das Wasser im Mund zusammen. Da war es dann auch nicht mehr so schlimm, dass wir erstmal über 30 Minuten am Tisch saßen und von der Bedienung geflissentlich übersehen wurden, bis sie sich unserer endlich erbarmte. Mit vollem Magen wollten wir dann eigentlich wieder zurück zum Haus, aber auf dem Weg entschlossen wir uns, den Schildern Richtung Libbiona zu folgen - die richtige Entscheidung. Dieser winzige, urige Ort liegt hoch oben auf einem Berg und nach einer abenteuerlichen Fahrt und kleinen, steilen Wanderung durch die extrem engen Gassen bis zur Aussichtsplattform waren wir einfach überwältigt von der Aussicht. Schließlich entdeckten wir durch das dort installierte Fernrohr auch unser eigenes Ferienhaus und wussten dann auch sicher, dass Libbiano der Ort ist, dessen Lichter wir abends auf der Terrasse immer hoch oben in den Bergen sahen und uns schon seit dem ersten Tag fragten, wo das wohl sei.

Tja, Rätsel gelöst und zur Feier gingen wir am Abend in Saline-de-Volterra superlecker Essen. Das Restaurant 'Africa' ist ein kleines, uriges Hotel-Restaurant mit kleiner Karte, aber großen und vor allem äußerst leckeren Gerichten. In unserem Reiseführer war dieses Restaurant als Geheimtipp erwähnt und als wir den kleinen Restaurantbereich betraten trafen wir sogleich auf andere deutsche Touristen, die mit demselben Reiseführer den Weg dorthin gefunden hatte. Nach kurzem Geplänkel über den Reiseführer, die bisher besuchten Städte und die weitere Urlaubsplanung widmeten wir uns ganz dem guten Essen und leckeren Hauswein. Dieses Restaurant können wir nur empfehlen - lecker, günstig und extrem freundliche Bedienung, die auch ein wenig deutsch spricht. Den Abschluß des Tages bildete eine flotte Spazierrunde in Saline-di-Volterra und dann ging es mit vollem Bauch ab ins Bett.

Die Hunde erobern Pisa

Am frühren Morgen verließen wir das Haus und machten uns bei strahlendem Sonnenschein auf nach Pisa. Sich in dieser Stadt verkehrstechnisch zurecht zu finden, ist nichts für schwache Gemüter. Hier regiert eindeutig das Recht des Stärkeren (bzw. des Dreisteren) - Verkehrsregeln existieren anscheinend nur in der Theorie und auch Schilder sind eher was fürs Auge, als wirklich ernst zu nehmende Hinweise. Von allen Seiten drängen sich Autos, Roller und Fahrradfahrer auf Kreuzungen und durch Kreisverkehre. Ein wahrer Spießrutenlauf durch enge Gassen begann, die Ralph aber wahrhaft bravourös meisterte. Zur Belohnung fanden wir dann letztlich auch einen genialen Parkplatz in unmittelbarer zur Piazza dei Miracoli, der sogenannten Wunderwiese, auf der sich der Schiefe Turm, die Taufkapelle und der Dom befinden. Erster Eindruck: Ach herrje, ist das voll hier. Zweiter Eindruck: Der Schiefe Turm sieht erstaunlich klein aus. Dritter Eindruck: Herrliche Bauwerke und eine echt gute Idee, die alle zentral an einem Platz zu sammeln. Wir ließen erstmal alles auf uns wirken, freuten uns über das schöne Wetter (das es u.a. anderem ermöglichte, ein paar tolle Erinnerungsfotos zu schießen) und suchten uns ein schönes Plätzchen, um alles ganz in Ruhe anzuschauen. Doch in Ruhe irgendetwas gucken, wo viele Touristen sind, das geht scheinbar nicht, wenn man die Hunde dabei hat. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich eine Menschentraube um Pearl und Cloud gebildet und eine ganze Reisetruppe (wieder aus dem asiatischen Raum) fotografierte und knuddelte die Hunde.

Diese ließen die Prozedur ganz gelöst über sich ergehen, ja, sie schienen es sogar ein wenig zu genießen, so im Fokus der Aufmerksamkeit zu stehen. Uns wurde es allerdings irgendwann zuviel, so dass wir uns aus der Masse wanden und uns mit den Vierbeinern in Richtung Innenstadt wandten. In der Altstadt sorgten wir erstmal für eine Kleinigkeit zu essen und so organisierten wir uns an der Piazza Solferino einen Döner, der extremst lecker und irgendwie ganz anders war, als wir es hier kennen. Ein Eis durfte als Nachtisch natürlich nicht fehlen und so gab es für uns alle vier jeweils eine Kugel Eis (zu einem Preis von unfassbar günstigen 3E für alle Portionen). Gut gestärkt liefen wir durch die Fußgängerzone zur Piazza Vittorio Emanuele III, wo wir uns unter schattenspendenden Bäumen erstmal ausruhten - besonders die Hunde waren so erschöpft, dass beide erstmal einschliefen, um dann mit neuen Kräften erstmal eine Runde zu toben.

Nach dieser wohlverdienten Rast liefen wir am Arno entlang wieder Richtung Wunderwiese. Zwischendurch musste Pearl natürlich noch zeigen, wie toll sie erzogen ist: Als mir ihre Leine aus der Hand fiel und sie diese, wie immer, aufhob und mir in die Hand gab, traute ein italienischer Jugendlicher seinen Augen kaum und ein völlig fassungsloses 'No!' brachte uns zum Schmunzeln... als wir weitergingen fühlten wir immer noch seinen Blick im Rücken, herrlich. Kurz bevor wir wieder an der Wunderwiese ankamen, genehmigten wir uns im Cafe Albatross noch was zu trinken. Und schon wieder waren wir mehr als nur positiv überrascht, was den Preis anging: Für eine 1,5l Flasche Wasser, einen Kaffee und eine Cola bezahlten wir nur 5 Euro (und das inklusive der Terrassenbediengebühr) - außerdem war es total nett, dass die Bedienung ungefragt noch zwei Schüsselchen für die Hunde mitbrachte. Nach dieser kurzen Rast war die Sonne schon verschwunden und wir dann doch reichlich verwundert, dass wir den kompletten Tag schon in Pisa verbracht hatten. Also gingen wir wieder zum Auto, verfrachteten die Hunde darin (die waren wohl auch recht dankbar dafür, dass sie endlich mal länger ausruhen durften, immerhin waren wir stundenlang umhergewandert) und machten uns auf, in der Nähe der Wunderwiese eines der zahlreichen Restaurants aufzusuchen. Etwas befremdlich ist, dass jedes Restaurant hier Leute draußen stehen hat, die einen sofort 'einfangen', wenn man nur mal kurz stehen bleibt. Schaut man nur mal auf die aufgestellte Karte, kommt sofort jemand angerannt und will einen sofort zu einem freien Tisch führen. Ist etwas lästig, aber vielleicht typisch für eine solche Touristenhochburg. Wir jedenfalls ließen uns von einem äußerst sympathischen Kellner 'einfangen', der uns auf englisch erstmal zutextete - kaum saßen wir am Tisch und hatten bestellt, war die Freundlichkeit jedoch wie weggewischt und wir wurden keines Blickes mehr gewürdigt. Das Essen war auch eher mittelmäßig und man kann wohl sagen, dass wir hier sozusagen auf einen ausgebufften Touristennepp reingefallen sind. Egal, das tat der guten Stimmung nach so einem wundervollen Tag keinen Abbruch und wir schlenderten nach dem Essen einfach nochmal zur Wunderwiese, wo wir der Live-Band lauschten, die auf dem Schiefen Turm saß und musizierte. Zum Abschluss machten wir noch ein paar Bilder und verabschiedeten uns von dieser großartigen Stadt. Pisa war wirklich äußerst schön und ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Halbzeit

Nun waren wir genau eine Woche in Italien und zur Feier des Tages präsentierte Pearl uns einen ordentlichen Hinkefuß. Da es an einer Stelle etwas geschwollen war, nahmen wir an, dass sie von etwas gestochen worden war und planten für den heutigen Tag nichts großes, damit sich die Patientin schonen konnte. Wir machten uns auf den Weg zu dem kleinen, verträumten Ort San Dalmazio, in dessen Nähe es eine Festungsruine gibt, die wir besichtigen wollte. Da es nicht allzu heiß war und wir einen windigen Parkplatz im Schatten fanden, durfte Pearl im Auto relaxen, während Cloud sich mit uns auf den kurzen Aufstieg zur Festung machte. Hier wurde natürlich viel fotografiert, alles besichtigt, was es zu sehen gab und dann wieder nach Hause gefahren. Den Großteil des Tages verbrachten wir auf der Terrasse, beim Kochen und Essen und einfach mal faulenzen, sowie Pläne für die nächsten Tage schmieden.

Florenz

Leider war Pearls Fuß nicht wirklich besser geworden und so entschlossen wir uns, noch am Morgen zum Tierarzt in Saline-di-Volterra zu fahren. Die Praxis hat nämlich auch sonntagsvormittags für zwei Stunden geöffnet und wir kamen gerade noch rechtzeitig, dass sich der Arzt ihren Fuß anschauen konnte. Trotz der Sprachbarriere klappte es mit der Verständigung und er meinte, dass dem Fuß eigentlich nichts fehlen würde und Pearl einfach weiter geschont werden solle. Schön, dass Pearl nichts ernstes hatte, aber natürlich schade, dass für sie nun keine großen Ausflüge mehr drin waren - aber man kann nicht alles haben und so setzten wir unseren Weg fort nach Florenz. Hier fanden wir zu unserem großen Glück einen super gelegenen Gratisparkplatz gleich an der Porta Romana und das Wetter spielte auch mit: Pearl konnte gefahrlos im Auto warten, während sich die übrige Familie auf den Weg in die Innenstadt machte. Vorbei am Gardino die Boboli (Hunde sind leider in allen Gärten verboten) liefen wir über die extrem überfüllte Ponte Vecchio hin zur Piazza della Signoria, wo ein Massenauflauf sondergleichen uns erwartete. Florenz ist anscheinend immer eine Reise wert und es gab an manchen Stellen kaum ein Vorwärtskommen.

Während Ralph von allen möglichen Sehenswürdigkeiten, die sich um die Uffizien befinden, Fotos machte, suchte ich mir mit Cloud eine etwas ruhigere Stelle. Diese fanden wir gleich vor einem Luxusladen und völlig ungerührt von den Menschen um sie herum war der schwarz-weiße Feger schon nach kurzer Wartezeit am Dösen. Es ist wirklich immer wieder erstaunlich, wie dieser energiegeladene, verrückte Hund sich im größten Trubel so verändert dass man denken könnte, sie wäre der Großstadthund schlechthin. Unsere Mädels sind wirklich ideale Begleiter auf Urlaubsreisen. Nachdem Ralph dann das Wesentliche im Bild festgehalten hatte, erkundeten wir die Stadt weiter. So langsam war es aber auch mal Zeit für ein Eis und während Ralph (der bisher immer fürs Eis kaufen zuständig war und immer große Portionen für extrem kleines Geld besorgt hatte) draußen wartete, orderte ich Eis - zum ersten und letzten Mal: 4 Sorten für schlappe 13,20E, irgendwie hatte ich das System wohl nicht so ganz begriffen und mit einem Eiseinkauf schon mehr Geld ausgegeben, als für all die vielen anderen Eisportionen zusammen, die wir bisher im Urlaub hatten. Lecker war es trotzdem und für Cloud fiel auch wieder ordentlich was ab. Wir liefen also weiter zum Dom (beeindruckend) und von dort zur Piazza die Ciompi, wo es immer Flohmarkt gibt. Der Flohmarkt ist aber hier nicht wirklich einen Besuch wert, weil es nur mistigen Krimskrams zu geben scheint. Also schlugen wir von hier einen weiteren Bogen, um wieder zur Piazza della Signorina zu gelangen. Da es hier viele Touristen zu gucken gibt, heute verschiedene Orchester klassische Musik darboten und ein Restaurant am anderen zu finden ist, beschlossen wir, uns noch etwas hinzusetzen. Wir suchten uns einen schönen Platz auf einer überdachten Terrasse, orderten ein Gläschen Wein und etwas zu essen und guckten dem regen Treiben zu. Und als gerade das Essen kam, fing es an zu regnen. Nicht in Strömen, aber doch ganz ordentlich und wir beobachteten erneut ein Phänomen, das uns schon in anderen italienischen Städten aufgefallen war. Überall wimmelt es in den Touristenorten von fliegenden Händlern, die Sonnenbrillen, Taschen, Tücher etc. anbieten. Kaum waren die ersten Regentropfen gefallen, hatten diese Händler, die eben Sekunden zuvor noch Sonnenutensilien vertrieben, eine riesige Auswahl an Schirmen und Regencapes im Angebot. Die ersten Regencape-Angebote schlugen wir natürlich aus - wer lässt sich schon von den paar Tropfen unterkriegen?! Aber schon nach kurzer Zeit wurden aus dem seichten Regen eine wahre Sturzflut und wir waren dann diejenigen, die verzweifelt nach einem umherlaufenden Händler Ausschau hielten, der uns noch Regenzeug verkaufen kann. Nach zähen Verhandlungen erstand Ralph dann für neun Euro ein rosa Regencape und einen Regenschirm, wir bezahlten unsere Restaurantrechnung und kämpften uns dann durch die langsam überfluteten Straßen zum Auto. Nach 40 Minuten leichtem Joggen kamen wir völlig durchnässt bei einem feuchten Auto (Fenster waren ja wegen Pearl teilweise geöffnet) und einer trockenen, verpennten Pearl an. Die Fahrt durch die Stadt in Richtung Autobahn war dann auch ein Abenteuer für sich: Obwohl es ja erst relativ kurz so heftig am Regnen war, waren die Straßen teilweise richtige Bäche mit Strömung - wir wollen lieber nicht wissen, wie es in solchen Städten ausschaut, wenn es mal tagelang schüttet. Insgesamt war es aber ein toller Tag. In Florenz gibt es wirklich extrem viel zu bestaunen und die Stadt ist in jedem Fall eine Reise wert.

Hochzeitstag

Um auf Nummer sicher zu gehen wurde Pearl heute nochmal beim Tierarzt vorstellig. Der nette Mann überzeugte uns davon, dass Pearl schlichtweg eine exzellente Schauspielerin sei, die ihr Füßlein einfach noch nicht richtig belasten will, weil es vielleicht noch ein wenig ziept, aber insgesamt sei wirklich alles ok mit ihrem Fuß. Beruhigt machten wir uns auf den Weg nach Montegemoli - unspektakulär und deshalb schnell erkundet. Der anstrengende Florenz-Ausflug steckte uns auch noch ziemlich in den Knochen, so dass wir beschlossen, einen ruhigen Tag im Ferienhaus zu verbringen.
Das klappte auch kurz, aber ich hatte schon nach kurzer Zeit Hummeln im Hintern, schnappte mir Cloud und machte mich mit ihr auf, die Umgebung endlich mal zu erkunden. Wir liefen einfach erstmal der Straße lang bergab, überquerten einen Bauernhof, wo uns zwei kläffende, kleine Hunde ein Stück des Weges begleiteten (ich war sehr, sehr stolz auf unsere Oberzicke: sie machte nämlich gar nichts und würdigte die Bauernhofhunde nicht einmal eines Blickes...sie war wohl auch noch geschafft vom Tag zuvor ;)). Irgendwann kamen wir an einen Feldweg, in den wir abbogen und so die Trossa, einen Fluß, fanden. Der Rundweg, den ich laufen wollte, war in der Infomappe des Hauses beschrieben und hörte sich ganz gut an, also liefen Cloud und ich einfach weiter und weiter. Sie ging ab und an mal planschen, ich machte ein paar Fotos, wir fanden den verlassenen Bauernhof der mir zeigte, dass wir noch richtig waren und dann ging es irgendwann einfach nur noch bergauf, bergauf, bergauf und die Zeit verging, ebenso wie meine Puste und ich hatte nicht den Hauch einer Ahnung, ob wir noch richtig waren oder uns schon hoffnungslos verlaufen hatten. So langsam kam auch die Abenddämmerung und mir war klar, dass ich auf keinen Fall nochmal den ganzen, bisher beschrittenen Weg zurückgehen wollte - dann wären wir unweigerlich irgendwo im Wald gewesen, wenn es endgütlig dunkel geworden wäre. Also stapften wir frohen (und leicht panischen) Mutes weiter, bis wir nach einer gefühlten Ewigkeit eine Art Gästehaus passierten, das mir bekannt vorkam. Da ich nun endlich einigermaßen sicher war, wo wir uns befanden, konnte ich Ralph anrufen und ihm sagen, wo wir sind und dass er uns bitte abholen kommen soll. Völlig groggy, aber glücklich darüber, doch noch eine große Runde gedreht zu haben, ruhten Cloud und ich uns aus, bevor wir es weiter ging. Da immerhin unser dritter Hochzeitstag zu feiern war, wollten wir abends essen gehen. Die Infomappe im Ferienhaus machte Lust auf das Restaurant 'Don Beta' in Volterra und so machten wir uns hungrig und voller Vorfreude auf den Weg. Leider war das Restaurant bis auf den letzten Platz besetzt und so drehten wir noch eine Runde durch Volterras Innenstadt, die auch im Dunkeln schön was her macht. Beim zweiten Anlauf klappte es dann mit einem Tisch und in dem schönen Ambiente inspizierten wir die große, vielversprechend klingende Speisekarte. Hunde sind in diesem Restaurant übrigens nicht nur auf der Terrasse, sondern auch im Innenbereich gestattet. Zur Feier des Tages wollten wir es dann echt italienisch angehen und bestellten Antipasti für uns beide, für jeden ein Primo (also ein erster Gang, der häufig, so auch heute bei uns, aus Pasta besteht), für jeden ein Secondo (fleischige (Ralph) oder fischige (meinereiner) zweite Hauptspeise) mit Salat und zum Abschluss noch Kaffee und Nachspeise. Das Essen war sehr lecker, toll angerichtet und wir kugelten uns förmlich aus dem Restaurant - aber es hat sich gelohnt und war für uns Gerne-Esser ein gelungenes Hochzeitstagmenü.

Natur pur

Heute wollten wir das Naturschutzgebiet um Libbiano erkunden, fuhren also dorthin, stellten das Auto und stiefelten frohen Mutes los. Der bewölkte Himmel beflügelte uns in unserem Vorhaben, eine lange Wanderung zu unternehmen - immerhin kommt man dann nicht ins Schwitzen und kann ordentlich Kilometer zurücklegen. Leider kann ein bedeckter Himmel auch bedeuten, dass es wieder anfängt zu regnen und während wir die ersten Regentropfen mal wieder hartnäckig ignorierten, brachte der Regenschauer uns dann doch dazu, nach etwas mehr als einer Stunde Marsches, den Rückweg anzutreten. Und auf ein neues kamen wir klatschnass zum Auto und als wir gerade losgefahren waren, riss der Himmel natürlich wieder auf und strahlender Sonnenschein erfreute uns. Also ging es doch nicht nach Hause, sondern noch schnell nach Micchiano - ebenfalls ein kleiner Ort auf dem gegenüberliegenden Berg von Libbiano. Allerdings erschien uns Micchiano bei weitem nicht so schön und beeindruckend, so dass der Aufenthalt extrem kurz ausfiel. Zurück beim Ferienhaus wurden die nassen Klamotten erstmal zum Trocknen in die Sonne gehängt und wir nutzten das große Grundstück, um mit den Hunden verstecken zu spielen und unser mitgebrachtes Badminton auszuprobieren (hier zeigten sich wieder die äußerst guten Ballaufsammelqualitäten von Cloud ;)). Am Abend wurde gekocht und wie immer draußen gegessen, wo uns heute eine Gottesanbeterin mit ihrer Gesellschaft beehrte. Diese musste natürlich auch eine ausgiebige Fotosession über sich ergehen lassen - wir sind halt auch nur Touristen...

Aufbruchstimmung

Am Vormittag wollten wir gerne mal wieder einen Markt besuchen und laut Infomappe sollte heuter einer in Certaldo sein. Leider fanden wir keinen Markt und auch keine schöne Innenstadt und irgendwie waren wir auch viel zu faul, um großartig durch die Gegend zu laufen. Also fuhren wir weiter nach Val d'Elsa, wo wir uns mit Geschenken für die Daheimgebliebenen, Öl und Wein eindeckten. Als wir dann wieder am Auto waren und überlegten, was wir in den letzten zwei Tagen noch so machen wollen, kam der Gedanke auf, dass wir ja statt samstags, einfach schon freitags (also morgen) nach Hause fahren könnten. Der Plan gefiel uns und wir machten uns auf den Weg zurück zum Ferienhaus, wo wir unsere Sachen packten und uns dem Hausputz widmeten. Natürlich blieb auch noch Zeit, um auf der Terrasse zu liegen und eine Begegnung der besonderen Art mit der toskanischen Natur zu machen: Mir fiel nämlich auf der Terrasse, als ich die drei Stufen zum Garten hinunter gehen wollte, eine Schlange für die Füße. Vor Schreck schrie und tänzelte ich wie von Sinnen im Garten rum und bekam leider nicht mit, wohin die Schlange sich verzogen hatte - ich hätte sie nämlich gerne mal genauer betrachtet, aber das wollte sie dann wohl nicht. Schade eigentlich, aber doch irgendwie noch ein kleines Abenteuer. Den letzten Abend genossen wir mit einem Gläschen Rotwein auf der Terrasse, wo wir die letzten Tage nochmal Revue passieren ließen, und mal wieder feststellten, wieviel Glück wir mit unseren Hunden haben und wie wir unsere Laska aufs schmerzlichste vermissten. Sie hätte es in diesem Haus, auf diesem gigantischen Grundstück ganz sicher supertoll gefunden.

Arrivederci Italia

Das letzte Frühstück auf der Terrasse wurde am frühen Morgen genossen, dann nochmal alles inspiziert und das Auto beladen. Die Hunde durften nochmal übers ganze Grundstück toben und wir genossen ein letztes Mal die wundervolle Aussicht, bevor wir uns dann auf den Heimweg machten. Natürlich wollten wir nicht gleich durch nach Hause fahren, sondern nur bis Livorno, wo wir einen längeren Aufenthalt geplant hatten, um wenigstens noch ein wenig zu sehen. Livorno ist sicherlich nicht die hübscheste Stadt, bietet aber durchaus einige nette Ecken. Gleich zu Anfang fanden wir ein liebevoll eingerichtetes Cafe, wo es herrliche, handgemachte Kuchen gibt (sehr künstlerisch und echt was fürs Auge) und wir uns an leckerem Gebäck und Kaffee erfreuten. Dieser nette kleine Laden liegt zum Beispiel in einer durch und durch unansehnlichen Straße. Wir liefen weiter zum Mercato Americano, einer Art Halle, in der vornehmlich Kleidung im Army Style verkauft wird und die trotz der interessanten Beschreibungen in den Reiseführern nicht wirklich zu empfehlen ist. Danach beobachten wir ein paar Schiffe am Hafen und liefen entlang der stinkenden Kanäle kreuz und quer durch die Innenstadt. Zum Abschluss genehmigten wir uns in einer Bar/Pizzeria (Decimo Porto, bisschen im Piratenstil gehalten) jeder noch eine Pizza und es war die beste Pizza, die wir in ganz Italien gegessen haben. Und mit diesem schönen, gesättigten Gefühl machten wir uns gegen 20.30 Uhr dann endgültig auf den langen, langen, langen Heimweg. Am nächsten Morgen um kurz nach 7 Uhr hatte Trier uns wieder. Ein herrlicher Urlaub, in dem wir viel gesehen, viel erlebt, viel gegessen und uns wie die Hausherren eines wundervollen Anwesens gefühlt haben, lag nun hinter uns.






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