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Unser Urlaub 2003 in Dodenhausen

Tag 1

Nach etwas mehr als 3,5 Stunden Fahrt (exkl. Hundepinkelpausen) kamen wir um 19:30 Uhr endlich in Dodenhausen (bei Marburg) an.

Nach dem ersten Highlight - superschöne Ferienwohnung, in der von Kaffeemaschine über Mikrowelle bis hin zum Sat-TV wirklich alles vorhanden ist - kam dann sogleich das zweite: Am Morgen unseres Ankunftstages sind die Welpen von Ronja & Justin (www.buschchaoten.de) zur Welt gekommen, die wir uns auch schon anschauen durften.

Also überließen wir unseren Hunden die weitere Inspektion der Wohnung und gingen zum "Welpenbegutachten". Da noch keiner von uns beiden so kleine Hundis in Echt gesehen hatte, war die Verzückung natürlich besonders groß - und Ronja als absolute Menschenfreundin ließ uns sogar ohne Probleme auch mal die winzigen Tierchen anfassen.

Die stolze Laska mit Tasche Nachdem wir uns dann endlich von den Kleinen losreißen konnten, drehten wir noch eine letzte Gassirunde durch Dodenhausen - im Dunkeln und ohne Plan erschien uns das kleine Dorf doch ziemlich groß. Nach mehr als einer Stunde hatten wir das Haus doch nochmal gefunden - jedoch nicht ohne sämtliche Hunde der Nachbarschaft zu einer Kläfforgie angeregt zu haben. Erste Lehre für diesen Tag: in Zukunft bloß eine andere Route wählen!

Die Nacht verlief eigentlich ganz ruhig - bis wir dann um 05:30 Uhr vom wütenden Gebell unserer beiden Lieblinge unsanft aus dem Schlaf gerissen wurden. Aha - Eva geht um diese Zeit mit ihren vier Hunden raus. Okay - Hundis beruhigen und wieder versuchen, weiterzuschlafen. Um 07:30 Uhr fing dann irgendwo ein Hahn an zu krähen. Auch gut - wir sind ja auf dem Lande. Also nochmal umdrehen und weiterdösen. Um 09:00 Uhr dann wieder wütendes Gekläffe von Pearl & Laska - keinen Grund gefunden. Also schnell noch eine Hundeschmuserunde und... *gähn* aufstehen.

Tag 2

Beim Frühstück wurde der Plan für den heutigen Tag gemacht: Erst mal spazierengehen und dann auf nach Edertal zum Wildgehege. Wir hatten in der Ferienwohnung einen Prospekt gefunden, der starkes Interesse bei uns weckte - mit Luchsen, Wölfen und vielem anderen. Also los ins Auto und auf zum Wild. Nachdem wir es endlich gefunden hatten und uns schon freuten, dass augenscheinlich recht wenig los war, begann die Prozedur, die uns die ganze Woche lang begleiten sollte: Jacken anziehen, schweren Rucksack schultern, Schleppleine für Laska säuberlich aufwickeln, Gürteltasche anlegen, Kameras umhängen, Hunderucksack an Laska befestigen und losstiefeln.

Die wilden Tiere... Los gings also vom Auto in Richtung Wildgehege-Eingang - nur konnten wir dort auch gleich wieder Kehrt machen. Hunde verboten! Super - auf dem Foto seht ihr die einzigen "wilden" Tiere, die wir an dieser Stelle zu sehen bekamen...

Nun gut. Es hatte ohnehin angefangen zu regnen, also fuhren wir drauf los und landeten schließlich in Waldeck. Und wenn man schon in einem Ort mit Schloss kommt, muss man doch wenigstens mal dorthin spazieren (wir merkten dann später, dass jeder zweite Ort eine Burg oder ein Schloss sein Eigen nennt). Also raus aus dem Auto und über einen Waldweg in Richtung dieser grandiosen Sehenswürdigkeit. Wir liefen und liefen, gingen auf diesem Weg rund ums Schloss ... um wieder beim Auto rauszukommen. Nun gut - wir haben es ja wenigstens von Weitem gesehen.

Anschließend sind wir weitergefahren - diesmal in die nächstgrößere Ortschaft: Korbach. Hier folgten wir dann den Schildern, die uns den Weg in die Altstadt wiesen. Durch eine nette kleine Fußgänger-Altstadtzone sind wir getappt und wieder zurück. Okay, also weiterfahren; diesmal den Schildern nach in Richtung Zentrum. Dieses stellte sich bei näherer Betrachtung als die Altstadt raus, durch die wir bereits gelaufen waren - nur eben von der anderen Seite. Egal - schön war es trotzdem (und ich vermute, dass man nirgendwo sonst so günstig parken kann: 25-30 Cent pro Stunde im überdachten Parkplatz. Da sollte sich zumindest Trier mal ein Beispiel nehmen...).

Das waren so die Highlights dieses Tages, den wir mit einem langen Spaziergang ausklingen ließen. Die Nacht gestaltete sich wie am ersten Tag (Gääähn!).

Tag 3

Unseren dritten Urlaubstag haben wir von früh bis spät in Marburg verbracht. Zunächst sind wir den langen und steilen Weg zum Schloss gestiefelt, von wo ein netter Ausblick auf die Stadt gegeben ist. Am Aussichtspunkt fühlte sich Laska plötzlich angespornt, selbstsicher und ohne Furcht auf die dortige Begrenzungsmauer zu springen, um uns einen gehörigen Schrecken einzujagen. Schließlich ging es dahinter doch erheblich in die Tiefe - aber Laska schien wohl einen Agility-Parcour vor ihrem geistigen Auge zu haben. Sie wollte zunächst gar nicht wieder runter, wie man dem Bild entnehmen kann...

Laska auf der Burgmauer

Anschließend gingen wir durch die interessante Altstadt. Marburg ist auf jeden Fall einen Ausflug wert - eine wirklich schöne Stadt mit netten Kneipen und Cafés (und auch hier: Wahnsinnspreise fürs Parken). Ach ja, falls mal jemand dort sein sollte: die Studentenkneipe Barfuß in der Altstadt ist zu empfehlen: leckere & günstige Speisen kombiniert mit netter Bedienung.

Für uns und die Hunde war es ein sehr schöner Tag, der damit geendet hat, dass wir alle hundemüde in unsere Betten/Körbchen gefallen sind.

Tag 4

Vielleicht hat mal jemand etwas von Deutschlands erster Reha-Klinik für Vierbeiner gehört, in der u.a. ein großes Programm zu Therapie von Gelenkschäden (Hüfte etc.) angeboten wird (Dort gibt es z.B. Unterwasserlaufbänder zum Muskelaufbau). Ich hatte davon mal im Fernsehen was gesehen und nur zufällig entdeckt, dass sich dieser Ort - Bad Wildungen - ganz in der Nähe unseres Urlaubsortes befand. Da es z.B. für Hund und Halter ein Wellnessprogramm (für beide) in Zusammenarbeit mit dem angrenzenden Maritim-Hotel bietet, kann es dort natürlich auch entsprechend teuer werden. Aber gucken kostet nix und weil wir eben in der Nähe waren, mussten wir einfach mal hin.

Also Bad Wildungen an sich ist total schön und gemütlich. Und natürlich haben wir auch hier ein nettes Lokal gefunden, in dem wir voll und ganz auf unsere kulinarischen Kosten kamen. In Jerry Lee's Rock'n Roll Café kann man unglaublich leckere Mahlzeiten und hundefreundliche Mitarbeiter finden. Unsere Speiseempfehlung: Backkartoffel mit Chili & zum Nachtisch einen Windbeutel mit Sahne, Eis und heißen Himbeeren - Lecker!

Die Reha-Klinik ist von außen recht unscheinbar, hat aber überaus verkaufstüchtiges Personal. Mit dem Ansinnen nach ein paar Infos bzw. Broschüren musste ich mich gleich mit Händen und Füßen gegen eine sofortige Terminvergabe wehren. Aber irgendwie würde ich schonmal gerne eine Therapie mit Pearl durchziehen - mal sehen.

Den gesamten Abend haben wir anschließend bei supernetten weiteren Border Collie-Züchtern zugebracht (www.bordercollie.de), wo wir sehr viele interessante und wichtige Informationen sammeln konnten.

Tag 5

Die Edertalsperre Der Tag am Schlammstrand - Es war einfach irre! Wir sind zum Edersee gefahren, der diesen September anscheinend sehr wenig Wasser führte. Schlecht für den See (?) - gut für uns. Dabei kamen wir auch an der beeindruckenden Edertalsperre vorbei, die auf dem Bild zu sehen ist. Beim See angelangt, fanden es die Hunde einfach spitze, durch den Matsch zu rennen. Vor allem Pearl ist völlig durchgeknallt und hat permanent ihre 5 Minuten bekommen und ist wie irre hin und her geflitzt - es war zu komisch.

Müde und verdreckt waren wir später noch nach Bad Wildungen, um nochmal in Jerry Lee's Rock'n Roll Café zu speisen - ja, so gut hat's tatsächlich dort geschmeckt! Pearl im Schlamm

Tag 6, 7

Die letzten Tage haben wir sehr gemütlich verbracht, mit viel ausspannen und kleineren Spaziergängen. Neben den vielen Touren der vergangenen Tage war dies ein angenehmer Ausklang der Urlaubs, nachdem wir am darauffolgenden Tag wieder die lange Heimreise nach Trier angetreten sind...

Die zu Beginn des Urlaubs geborenen Welpen haben wir uns am letzten Urlaubstag jedoch auch nochmal angeschaut. Beeindruckend, wie viel größer die innerhalb von einer knappen Woche werden können. Hier sehr ihr noch ein Foto mit der stolzen Mama (Ronja). Ronja mit Welpen





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